Der Bericht „Childhoods on the frontline: What crisis and humanitarian funding cuts mean for children“ zeigt die schwerwiegenden Folgen schrumpfender Hilfsbudgets für den Kinderschutz, die Bildung sowie Angebote im Bereich der psychischen Gesundheit und psychosozialen Unterstützung. Die Kürzungen der Hilfsbudgets im Laufe des letzten Jahres haben diese wichtigen Angebote, die die Entwicklung und Resilienz von Kindern fördern, am stärksten getroffen und das Risiko von Gewalt, Ausbeutung, Schulabbrüchen und psychosozialen Belastungen erhöht.
Der Bericht zeigt zudem, dass die Auswirkungen stark geschlechtsspezifisch sind und besonders gefährdete Kinder am stärksten unter den Folgen leiden. Lokale Organisationen mussten Programme einstellen, Personal abbauen und ihre Dienstleistungen einschränken – obwohl der Bedarf bei Kindern wächst.
Militärausgaben auf Rekordhoch: Globale Aufrüstung verdrängt Kinderschutz

520 Millionen Kinder leben heute in Konfliktgebieten – eine erschütternde Rekordzahl. Das bedeutet: Jedes fünfte Kind weltweit. Gleichzeitig gingen die öffentlichen Entwicklungshilfeleistungen der OECD-Geberländer im Jahr 2025 um 23,1 Prozent zurück. Das ist der stärkste Rückgang in der jüngeren Geschichte. Tiina Vahtras, Senior Advocacy Advisor bei War Child und Autorin des Berichts, erklärt:
In einer Zeit eskalierender Konflikte, zunehmender Menschenrechtsverletzungen an Kindern und weltweiter Militärausgaben auf Rekordniveau führen drastische Kürzungen bei der humanitären Hilfe dazu, dass Millionen Menschen, die von Krisen betroffen sind, keine dringend benötigte Unterstützung erhalten. Die Folge ist, dass Kinder den höchsten Preis zahlen. Regierungen, Geber und multilaterale Institutionen müssen in Ansätze investieren, die lokal getragen, ganzheitlich und evidenzbasiert sind, um die Wirkung für Kinder zu maximieren
Auf Grundlage globaler Erkenntnisse sowie der Aussagen von Kindern und Jugendlichen in Uganda und von lokalen Organisationen in Syrien, im Libanon, in Jordanien und im Jemen zeigt der Bericht, welche konkreten negativen Folgen Mittelkürzungen für Kinder haben.
Bericht lesen: Childhoods_on_the_frontline_Final.pdf


