Wir sind zutiefst getroffen und schockiert darüber, dass unsere Kollegin Alia, ihr Sohn Ghadi und ihr Mann Mehdi vergangene Woche bei einem israelischen Angriff getötet wurden, der ihr Haus in Baalbek im Libanon zerstörte. Alia war eine geschätzte Mitarbeiterin der Lebanese Organization for Studies and Training (LOST), einem langjährigen Partner von War Child. Sie war Mutter, Freundin, Kollegin und humanitäre Helferin, die ihr Leben dem Schutz anderer gewidmet hat. Wir erinnern uns an sie als freundlichen, energiegeladenen und zutiefst beeindruckenden Menschen.
Wenn humanitäre Helfer*innen getötet werden, ist das nicht nur ein schwerer Verlust für ihre Angehörigen und unsere Organisationen, sondern auch ein schwerwiegender Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht und ein Versagen der Konfliktparteien, ihren Verpflichtungen zum Schutz von Zivilist*innen und Hilfeleistenden nachzukommen.
War Child fordert Einhaltung des humanitären Völkerrechts
Wo bleibt die entrüstete Reaktion der internationalen Gemeinschaft? Die Regierungen müssen ihre Stimme erheben und handeln. Drittstaaten tragen die Verantwortung, solche Verstöße nicht nur zu verurteilen, sondern auch wirksame Maßnahmen zu ergreifen, um sie zu verhindern, die Einhaltung des humanitären Völkerrechts sicherzustellen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.
Wir weigern uns, diese Gewalt zu normalisieren. Wir fordern, dass die Täter dieses Angriffs vor internationaler Gerichtsbarkeit zur Rechenschaft gezogen werden, gegebenenfalls auch vor dem Internationalen Strafgerichtshof.
Unsere Gedanken sind bei der Familie, den Freund*innen und Kolleg*innen. Doch Worte allein genügen nicht. Was jetzt dringend erforderlich ist, ist der Schutz von Zivilist*innen und humanitären Mitarbeiter*innen, die Verfolgung von Verstößen und ein Ende der Straflosigkeit, die es ermöglicht, dass solche Angriffe weitergehen.

